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Ihr Immo Vogel

News Juni -

Afrikanischer Kuhjunge

Tüchtige Eltern

Zur Abwechslung Tor-Klau

Neuer Präsident – neue Politik?

Juli 2005

Und wieder ein Wildererlager.....

Enteignung

Alina lernt

Afrikanischer Kuhjunge


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Wenn es den Pferden auch Spaß macht, ist es ein rundes Vergnügen, das auch noch effektiv sein kann. Immer mehr unserer Pferde entwickeln oder wiederentdecken ihren sog. Cowsense. Warum also ins teure Amerika reisen, wenn man auch in Afrika das tun kann, wovon man schon lange träumt: Rinder zu Pferde zu treiben in einer grandiosen Landschaft. Rinderarbeit zu Pferde hat übrigens lange Tradition in Namibia.


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Tüchtige Eltern

Nun haben wir schon fünf Pferde aus der selben Verbindung, mit denen wir rundum zufrieden sind. Höchste Zeit, dass wir endlich mal die Eltern vorstellen. Der Vater ein Fuchs, die Mutter eine Braune. Beide stehen bei Familie Lenz auf Spes Bona.

Der Kenner sieht sicher, dass wir nicht übertreiben, wenn wir sagen, dieser Typ auch optisch dem amerikanischen Quarterhorse sehr ähnlich ist. Zudem darf man vermuten, dass in diesen namibischen Farmpferden auch immer Araberblut zu finden ist. Das Hengstfohlen sieht jetzt übrigens schon so aus, als ob es eines Tages seine Heimat auf Gross-Okandjou haben wird.

Zur Abwechslung Tor-Klau

Wir haben berichtet, dass wir in letzter Zeit einige Probleme mit Wilderei und Viehdiebstahl haben. Trotz intensiver Anstrengungen unsererseits haben wir bisher noch keinen Täter fassen können. Die guten Kommunikationswege incl. Handy haben das offensichtlich verhindert. Die Polizei ist keine große Hilfe. Selber aufklären konnten wir allerdings einen besonders dreisten Fall von Diebstahl. An unserer Südgrenze entlang der Uispad hatten Unbekannte Mitte Juni alle Tore (5) abgebaut und entwendet. Nur durch den mutigen Hinweis eines Informanten sind wir wieder in den Besitz der Tore gekommen. Mal sehen, was als nächstes passiert.

Neuer Präsident – neue Politik?

Schwer zu sagen, aber Hinweise gibt es. Sehr positiv fällt der namibischen Bevölkerung auf, dass der neue Präsident Pohamba etwas weniger aufwendig und insgesamt bescheidener auftritt als sein Vorgänger. Seine Reden sind bedächtig und abgewogen. Emotionale verbale Ausrutscher gab es bisher keine. Im Gegenteil, er bemüht sich offensichtlich weiter um Versöhnung aller Bevölkerungsgruppen. Besonders ernst scheint es ihm mit der Bekämpfung der Korruption zu sein. Da stößt er allerdings an „natürliche“ Grenzen, weil an der Korruption auch namhafte Mitglieder der regierenden Swapo beteiligt sind. Ob und wie es ihm gelingt, sich gegen Teile der eigenen Partei als Saubermann durchzusetzen, wird viel Bedeutung für die internationale Glaubwürdigkeit Namibias haben.

News Juli 2005

Und wieder ein Wildererlager.....

Das ist schon provozierend. Nach dem selben Muster, fast in der selben Gegend haben wir wieder ein Wildererlager gefunden. Diesmal war es offensichtlich knapp. Gerätschaften und Kleidung mussten die Täter zurücklassen, ebenso wie Fleisch und sonstige Teile ihrer Beute.
Der übliche starke Wind in dieser Jahreszeit hat die Spuren der Wilderer leider schnell verweht. Diesmal kamen sogar Polizei und Mitarbeiter des Naturschutzes aus Omaruru auf die Farm, um Nachforschungen anzustellen – leider ohne Erfolg.

Die erste Enteignung

Sie hat es jetzt also doch gegeben! In Namibia ist die erste Farm enteignet worden – gegen Bezahlung. Es ist eine der Farmen, deren Besitzer vor Monaten von der Regierung aufgefordert wurden , ihren Grundbesitz dem Staat zum Kauf anzubieten. Bei der Bewertung dieses Vorgangs sollte man sehr vorsichtig und gewissenhaft sein. Dass gegen Entschädigung enteignet werden kann und soll, darüber hat die Regierung nie einen Zweifel gelassen. Sie hat allerdings auch nie ihre Kriterien offen gelegt. Der Besitzer der betreffenden Farm scheint sich mit der Regierung arrangiert und dem Kauf schließlich zugestimmt zu haben, obwohl er fast den dreifachen Preis haben wollte, als die Regierung bereit war zu zahlen. Hier liegt das im Moment eigentliche Problem. Die Regierung ist abgerückt vom Prinzip „williger Käufer – williger Verkäufer“ und akzeptiert bei Farmverkäufen auch nicht mehr die Regeln des Freien Marktes. Die Preise legt der Staat fest, und die sollen sich nur nach dem Produktionswert einer Farm richten. Was also ist mit der Infrastruktur – Wasserstellen, Zäune, Gebäude?
Wie will man da Wild-, Jagd- und Gästefarmen bewerten – überhaupt den gesamten touristischen Bereich, ohne den viele Farmer überhaupt nicht mehr überleben könnten, in den sie aber viel Geld investiert haben?
Da gibt es noch viele Fragen, die zwar noch lange nicht simbabwesche Verhältnisse befürchten lassen, aber befriedigend beantwortet werden müssen, wenn die namibische Regierung und ihr neuer Präsident glaubwürdig bleiben wollen.

Alina lernt

Kaum das Abiturzeugnis in der Tasche war unsere Tochter Alina schon auf dem Weg in Namibias Süden. Was sie kaum zu hoffen gewagt hatte, klappte schließlich doch auf den letzten Drücker. Sie bekam ein einjähriges Praktikum in dem Tourismusunternehmen Gondwana Desert Collection. Ihre erste Station ist seit Mitte Juli die Canon Lodge am Fishriver Canon. Da sie Tourismusmanagement studieren möchte, kam ihr die Chance gerade bei diesem Unternehmen sehr gelegen. Besonders die Unternehmensphilosophie Tourismus mit sozialen und naturschützerischen Aspekten zu verknüpfen, hat es Alina angetan. Vielleicht ja auch deswegen, weil wir das auf Gross-Okandjou auf unsere Weise seit Jahren auch versuchen zu praktizieren. Wer immer Lust hat, Alina mal von ihrem neuen Job abzuhalten, kann sie ja anrufen. Sie würde sich sicher freuen. So teuer ist das auch nicht mehr – mit der Vorwahl 01029 kostet die Minute nur noch 8 Cent. Nach dieser Vorwahl folgt 00264/63/693977.